Gentechnik durch die Hintertür!

 

 

TTIP und die Folgen

Das Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und der EU kann/wird die europäischen und vor allen Dingen die deutschen Standards stark senken.

Das Institut für unabhängige Folgenabschätzung in der Biotechnologie kommt in einer Untersuchung zu dem Ergebnis, dass mit dem Vertrag gentechnisch veränderter Organismen ohne die in der EU vorgeschriebene Risikofolgenabschätzung auf den europäischen Markt gelangen könnten.

Die von Seiten der Grünen in Auftrag gegebene Studie fußt auf einer Analyse der geltenden Rechtslage in den USA und dem verhandelten Freihandelsabkommen CETA mit Kanada.

TTIP ist gleichzusetzen mit CETA.

Im Rahmen dieser Studie werden nicht nur produktspezifische Vertragsinhalte der Gentechnik beleuchtet, sondern ebenso die gesetzlichen Bestimmungen und Rechtsgrundsätze, die in den USA und Kanada auf der einen und in der EU auf der anderen Seite unterschiedliche Rahmenbedingungen für gentechnisch veränderte Lebensmittel zur Folge haben.

Deutliche Unterschiede wurden festgestellt.

Für die EU gilt das "Vorsorgeprinzip". D.h. vor der Zulassung gentechnisch veränderter Pflanzen und Lebensmittel muss eine wissenschaftliche Risikobewertung vorgenommen werden!

In Nordamerika ist dies nicht erforderlich. Hier können Genpflanzen auf den Markt gebracht werden, wenn von ihnen keine bekannten Risiken ausgehen.

 

Zweiter Unterschied: In der EU gibt es eine Trennung zwischen der Lebensmittelbehörde EFSA und den politischen Entscheidungsträgern. Dieses Gremium entscheidet über die Zulassung, auch unter Berücksichtigung ethischer Kriterien. Gleichermaßen wird der Wille der Bevölkerung mit einbezogen.

In Nordamerika handelt es sich bei der Risikobewertung und der Zulassung dagegen um rein administrative Akte.

 

Dritter Unterschied: In den USA werden Gen-Tomaten nicht anders geprüft als eine auf herkömmliche Weise entstandene Neuzüchtung. Außerdem gibt es keine Kennzeichnungspflicht für gentechnisch veränderte Produkte.

In der EU unterliegen dagegen die Produkte vor der Zulassung einer wissenschaftlichen Risikobewertung und Genfood-Bestandteile müssen auf den Verpackungen angegeben werden.

Aus vorgenannten Gründen lehnen US-Konzerne eine klare Genfood-Kennzeichnung ab, da sie genau wissen dass ihre Produkte in Europa niemand kauft, wenn Gentechnik draufsteht!

 

Aus unserer Sicht werden durch TTIP europäische Standards deutlich abgesenkt bzw. in vielen Belangen unterlaufen!

 

Ihre Ruppichterother Grünen

 

 

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